Turnfahrt 2011 – eine Gratwanderung
Trotz katastrophalen Wetterverhältnissen trafen sich die Wanderer um 08.30 bei der Turnhalle. Die perfekt durchgeplante Turnfahrt von Göli konnte aus wettertechnischen Gründen nicht im geplanten Rahmen durchgeführt werden. Die Weisheit (Zitat Göli) "Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung" traf leider an diesem Tag nicht zu. So zogen wir uns in kleinen Arbeitsgruppen zurück um ein Alternativprogramm auszuarbeiten.
Ein paar Stunden später im Scalära traf man den Entscheid mit dem Postauto auf die Lenzerheide zu fahren um von dort aus den langwierigen und anspruchsvollen Weg nach Tgantieni in Angriff zu nehmen. Auf der Heide angekommen wurden wir jedoch von einem Schneesturm (im August!) überrascht. Die Wetteranomalie trieb uns in die nächste Beiz um dort den heimischen Kaffee-Lutz zu verköstigen.
Erfreulicherweise wendete sich die Gesamtwetterlage zum positiven, was uns dazu trieb die schon lieb gewonnene Stube zu verlassen. Der Globiweg führte uns zu einem wunderschönen Speichersee. Im jugendlichen Übermut entschieden sich Süppli, (Sändy), Petsch und Hampa NICHT nackt im See zu baden, andere taten es...
Nach einer stärkenden Cervelat bewältigten wir die letzten 10 Minuten zur Tgantieni-Hütte. Dort blieben wir bis zum nächsten Morgen. Es wurde konsumiert.
Hier noch einige ungeklärte Fragen zur Übernachtung:
Was machte Jos im U30-Zimmer?
Ist Ziger ein unanständiges Wort? (Hausi's Bier-Nasen-Spritzer)
Sollte man im Alter von 16 Jahren die 7er-Reihe (Banana) beherrschen?
Am Sonntag wagten wir uns doch noch auf die Gratwanderung und wurden mit schönstem Wetter belohnt. Dank modernster Technologie waren wir uns jeder Zeit absolut sicher auf dem richtigen Weg zu sein - oder auch nicht.
Die Routen auf das Stätzerhorn wurden nach Fähigkeiten der Teilnehmer ausgewählt. Gruppe Sändy nahm den vermeintlich schnellsten und sichersten Weg. Gruppe Hitti entschied sich für den direkten, aber wenig sicheren Weg. Doch dank eines starken Antritts erreichte sie den Gipfel mit grossem Vorsprung als erstes. Gruppe Georg wählte den noch direkteren, noch unsicheren Weg zum Gipfel. Auch sie kamen nach enormer Kletterleistung irgendwann auf dem Stätzerhorn an. Oben verbrachten wir eine Cervelat-Pause und genossen die perfekte Fernsicht auf Says.
Der Abstieg nach Pradaschier zog sich dann noch in die Länge und wurde von mehreren Cervelat-Pausen unterbrochen. Auch hier gab es zwei Abstiegsmöglichkeiten. Die Gruppe um Cervelat-Sändy wählte den gemütlichen Weg, was durch zusätzliche 1,5 Stunden Wanderung belohnt wurde. Gruppe Hitti, mit der geschlossenen Sayser-Front, bevorzugte den direkten, steilen Abstieg nach Pradaschier. Dort wurde sie von einem freundlichen deutschen Kuhhirten mit Steinschlegel in Empfang genommen.
Nach einem feinen Coup in der Bergstation Pradaschier fuhren wir auf der Sommer-Rodelbahn, auf welcher das Bremsen verpönt, wenn nicht verboten ist unserem Abschlusstrunk entgegen.
Leider hatte die Bikergruppe nicht den Anstand uns im Restaurant Scalära die Ehre zu erweisen und mit uns ein Abschlussbier zu geniessen.
So ging eine gelungene Turnfahrt zu Ende und wir freuen uns schon auf das nächste Mal.
Unser Fazit zum Schluss:
Göli die Planung der Turnfahrt zu überlassen was schon eine Gradwanderung, die allerdings sehr gut ausging.
Bericht und Recherchen
Dani, Martin und Michi
Nachstehend könnt ihr noch die Berichte der zwei anderen Gruppen als PDF's herunterladen, die aber beide mit Vorsicht zu geniessen sind.
Bei der Truppe der Sonntagsbiker vom Lieni muss man, nach Abstrichen bei den gewohnt exorbitanten Übertreibungen dieses Berichterstatters, noch wissen, dass sie sich nicht an die offizielle Routenplanung gehalten haben und für sich das leichteste aller möglichen Toürchen auswählten, während die richtigen Biker um Göli hoch über ihnen mit winterlichen Verhältnissen kämpften.
Bericht der Sonntagsfahrer (PDF 487 KB)
Bericht der (Snow-)Montainbiker (PDF 858 KB)