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Turnfahrt 2026 ins Gebiet Bernina

Fabio Kalberer hat sich bereit erklärt, die diesjährige Turnfahrt zu organisieren. 25 Turner liessen sich vom Programm begeistern und haben teilgenommen. Am 29. und 30. August konnten wir bei schönstem Wetter zwei herrliche Tage in der schönen Bergwelt geniessen. Wir fuhren bereits um 6:30 Uhr mit den ÖVs in Trimmis ab und waren um 9:30 Uhr im Besichtigungsgebiet. Damit Jung und Alt ein angepasstes Programm absolvieren konnten, haben wir für beide Tage zwei Leistungsgruppen gebildet.

Die 19 Jungen verliessen die RhB bei Bernina Diavolezza und fuhren mit der Seilbahn auf die Bergstation. Bergführer, Jan Malär - ein Sohn des ehemaligen TV Mitgliedes Christian Malär, Förster in Trin - begleitete die Gruppe. Zuerst ging es einen steilen Moränen-Abhang hinunter und dann auf den Gletscher. Jan erklärte die Geographie des ganzen Bernina Gebietes, die gängigen Routen, wie man sich auf dem Eis bewegt und viel Interessantes aus seiner Bergführertätigkeit. Als Höhepunkt machten sie noch eine Kameradenrettung aus einer Gletscherspalte zu Übungszwecken. Für einige Turner war alles ein besonderes Erlebnis, da sie zum ersten Mal auf einem Gletscher fachkundig laufen konnten.

Zu denke gab allen, der grosse Rückgang des Gletschers, insbesondere diesen Sommer. Die grossen Wassermassen, die unter der Gletscherzunge austreten, waren Beweis genug für die grosse Abschmelzung. Anschliessend folgte die Wanderung bis zur Bahnstation Morteratsch. Nach einem kühlen Bier fuhren die Yetis mit der Bahn auf den Berninapass, wo beide Gruppen im Hotel logierten.  

Die zweite Gruppe mit 6 Teilnehmern, fuhr am Morgen mit der  Bahn auf den Berninapass und konnten dort im Hotel das Gepäck deponieren. Dann wanderten wir entlang des Lago Bianco zur Staumauer Süd. Dann kam der Abstieg zur Alp Grüm. Der herrliche Ausblick auf den Piz Palü - den wir vor vielen Jahren auf einer Turnfahrt bestiegen hatten - war für alle eine besondere Attraktion. Anschliessend war der steile Abstieg auf dem Wanderweg nach Cavaglia zu meistern. Der Weg dient Wanderern und Bikern. Es hat sich hier gezeigt, dass dies mit gegenseitiger Rücksichtnahme problemlos möglich ist. 

In Cavaglia besichtigten wir die Gletschermühlen, die sehr sehenswert sind. Die damals gewaltigen Wassermassen des Palü Gletschers haben mit runden Steinen den Fels ausgehöhlt und so entstanden bis zu 15 m tiefe runde Löcher. Beeindruckend ist auch die Schlucht selber, wo das Wasser eine tiefe Rinne aus dem Felsen ausgespült hat. Heute sind die Wassermasssen geringer, da ein Teil davon durch eine Druckleitung zur Stromerzeugung abfliesst. Anschliessend ging es zurück zur Bahnstation. Etliche Touristen haben uns bestaunt, dass wir die ganze Wanderung ohne Einkehr in ein Restaurant geschafft haben!!! Mit dem Zug ging's wieder hinauf zum Bernina Hospiz, wo wieder beide Gruppen zusammen waren. 

Ein gutes Nachtessen hatten alle verdient. Scheinbar hatten einige Gäste reklamiert, es sei im Speisesaal sehr laut gewesen. Wir hatten allerdings das Gefühl, wir hätten unsere Erlebnisse nur leise ausgetauscht.

Entgegen der bisherigen Tradition war bereits um Mitternacht Feierabend, da scheinbar alle etwas müde gewesen sind. Auch der Bier- Lutzkonsum hielt sich in Grenzen.

Am zweiten Tag waren die beiden Gruppen wieder getrennt unterwegs. Die Älteren liefen von Bernina Suot hinunter nach Morteratsch und waren beeindruckt von den schönen Wasserfällen entlang der Talstufe. In Morteratsch besuchten wir die Alp Schaukäserei, wo Peter Kalberer als Profi die Sennenarbeit beurteilen konnte. Dann ging's weiter durch einen wunderbaren Wanderweg im Arvenwald nach Pontresina zum gemeinsamen Treffpunkt am Bahnhof.

Die Leistungsgruppe mit den Jungen lief von der Talstation Diavolezza auf der rechten Talseite 800 Höhenmeter steil aufwärts auf die Fuorcla Pischa auf 2848 m.ü.M. Dann gab es noch die ganz wilden Craks, die sogar den Piz Languard auf 3262 m.ü.M bestiegen.

Einige Unentwegte liessen es sich nicht nehmen, im eiskalten Bergsee ein Bad zu nehmen. Gewisse Körperteile seien durch die Kälte auf ein Minimum zusammen geschrumpft!

Weiter ging's durch ein schönes Hochtal zur Alp Languard und dann mit dem Bähnli hinunter nach Pontresina. Die Turner konnten auf der Wanderung etliche Steinböcke der berühmten Kolonie aus nächster Distanz bewundern.

Gemeinsam fuhren wir dann mit dem Zug von der schönen Gegend im Bernina / Oberengadin nach Trimmis. 

Einige Durstige wollten den strengen Tag im Kronen Gärtli bei einem kühlen Bier ausklingen lassen.

Dem Organisator, Fabian Kalberer, gebührt der beste Dank für die perfekte Organisation. Alles hat geklappt und von jung bis alt waren alle sehr zufrieden. Fabio hat schon die zweite Turnfahrt erfolgreich organisiert, die nächste kann folgen!!

Lieni Hug